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Radtour "Heute grün - morgen grau?"
Gute Beteiligung - prächtiges Wetter - wenig
Wahlkampf : Nur zwei Grüne, darunter die
Bürgermeisterkandidatin, haben Zeit gefunden, mit den Bürgern zusammen
eine Radtour durch das - noch - grüne Hilden zu machen. Sind alle Anderen
schon so erschöpft vom Wahlkampf? Oder ist die vor einer Woche
(Veranstaltung BV-Ost) noch von allen lautstark verkündete Bürgernähe
doch nicht so ernst gemeint? Vielleicht wollte man sich ja auch einfach
darum drücken, das heute noch vorhandene Grün zu sehen.
Da haben die Bürger/innen wohl mehr Interesse am (noch) grünen Hilden.
So machten sich denn über 40 Bürgerinnen und Bürger aller Altersklassen
auf den Weg. Los ging's am Alten Helmholtz, wo man zum Teil nur ahnen
konnte, wie viel Grün dort zerstört werden soll, wie viele Bäume
gefällt werden sollen.
Die nächste Station war der Schandfleck Bahnhof mit den großen, alten
Bäumen vor und neben dem Bahnhofsgebäude. Am Tag des offenen Denkmals
eine doppelt angemessene Station.
Weiter ging die Tour zur geplanten Trasse der Westumgehung. Selbst Bürger
aus dem Hildener Westen konnten nur den Kopf schütteln ob dieser
Planungen. Jedenfalls Sonntags vermutlich auch Wochentags nach der
Rushhour kann hier von Auto-Verkehr nicht gesprochen werden...
Das "rote Häuschen", das ehem. Wohnhaus der langjährigen
Bürgermeisterin und Ehrenbürgerin Ellen Wiederhold durfte auf der
Tour nicht fehlen. Sind doch die wunderschönen Blutbuche und dem Park
dahinter zunächst für 4 Jahre geschützt! Über Karnap West führte der
Weg zum potentiell gefährdeten Sportplatz an der Schützenstraße. Zur
Finanzierung der Sanierung anderer Sportplätze soll er in Bauland
umgewandelt werden.
Auch wenn das Naherholungsgebiet Ohligser Heide zum größten Teil zu
Solingen gehört, ist zumindest der Hildener Teil durch Planungen der
Weiterführung der Osttangente akut gefährdet.
Pünktlich nach gut zwei Stunden war die letzte Station - das
Millionengrab Giesenheide erreicht. Immer wieder wurde der dringende
Bedarf an Flächen für Hildener Betriebe proklamiert. Und was ist heute?
Parkplätze für LKW's, breite Straßen, Radweg, ein Kreisel, in dem
Gelenkbusse sehr gelenkig sein müssen, aber weit und breit keine
Firma aus der Schlange - noch nicht mal der Investor Calliston baut! So
stellen wir uns Bürgernähe vor... Weitere Infos
zur Tour hier
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