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Unser Rückblick auf das Jahr 2004 in Kürze
Hildener Innenstadt
Das Sterben auf der Mittelstraße mochte im Jahre 2004 kein Ende nehmen. Die
folgende Aufzählung liest sich wie ein "Who is Who" Hildener Fachgeschäfte:
- Schnatenberg gibt auf
- Schneeloch schließt
- der Jeansshop schließt
- "Die Masche" verlässt uns
- Tillmann geht - Fielmann kommt
- "Photo Porst" schließt
- Reisebüro Dahmen schließt
- das "Alte Meldeamt" ist pleite
- der Ratskeller dicht
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Und was rückt dafür nach?
H&M und Deichmann, Leerstand und endlich noch ein Optiker für den richtigen
Durchblick. Brotshops - keine Bäckereien, um in Hilden viele kleine Brötchen
zu backen...
Auch für den Hinterhof Kronengarten existiert umfassendes Konzept - das hässliche Parkhaus bleibt zum großen Teil erhalten, der Rest
wird aufgestockt und angebaut. Ein Elektro-Geschäft (aber kein
Geiz-ist-geil-Saturn) und ein Discounter rücken bis dicht ans Jück.
Der Durchgang zur Mittelstraße kommt vermutlich irgendwann mit einer weiteren Problem-Passage wie
die Marktpassage.
Verkehrskonzepte existieren hierzu nicht. Sollte es boomen, erstickt die Kirchhofstraße im Verkehr,
sollte es floppen ist ein weiteres Stück Tafelsilber verschollen und der Leerstand wird noch größer.
Hildener Bahnhof
Ach ja, und dann ist da ja noch der Bahnhof! Kurzzeitig (vor der Kommunalwahl) hoch aktuell - da kommt sogar die Verwaltungsspitze zur
MUTigen Diskussionsrunde. Mittlerweile (nach der Kommunalwahl) ist jedwede
öffentliche Nachfrage zum Bahnhof verpönt. Keine Pläne, keine Ideen, kein
Investor - also tagt auch keine Bahnhofskommission...
Nach der Wahl ist vor der Wahl! Der Bürgermeister scheint also keine weitere
Amtszeit anzustreben...
Bis März 2005 läuft die Fristsetzung durch den Rat für die Verwaltung! Wie
das so läuft mit Fristverlängerungen, wissen wir seit SDI...
Hildener Grün- und Freiflächen
Hilden hilft weiterhin fleißig mit, den Flächenverbrauch in NRW konstant zu
halten (s.Bodenzähler). Das komplette Hintergelände "Altes Helmholtz",
Augustastraße, Hoffeldstraße soll versilbert und betoniert werden.
Die Klinik im Park baut nun doch nicht auf dem HAT-Platz, dafür wird aber
auf dem derzeitigen Gelände großzügig gerodet. Aber keine Sorge bitte, der
HAT-Platz wird nicht begrünt - dort entsteht ein weiteres Seniorenheim mit
großflächiger Bebauung und ganz wenig Grün.
Die Illusion vom Meidepark - ohnehin nur als Beruhigungspille für den Hildener Norden angedacht - wird ganz bestimmt nicht kommen. Dafür wird auch
dieser Bereich einer großzügigen Bebauung weichen müssen. Ein Park wird das
keinesfalls, auch wenn einer fantasievoll den parkähnlichen Charakter im Bebauungsplan erkennen will (einige Bäume sollen erhalten bleiben).
Für die weitere Planung der Verlängerung der Osttangente kommt kein Veto aus
Hilden. Vor der Wahl waren auch hier die Standpunkte anders. Und das liebste
und teuerste Kind (die Westtangente) wird weiter geplant.
Die Stadt Hilden hat also sehr viel Geld, das mit vollen Händen in Prestigebaumaßnahmen investiert werden soll. Bei jeder Investition schielen
gewissenhafte Kaufleute im Vorfeld auf zu erwartende Gewinne. Wer kennt aber
schon einen Investor, der in der Giesenheide etwas bewirken will? Eine große
Ratsmehrheit darf sich konsequent rühmen, ein Millionengrab geschaffen zu
haben.
Hildener Ausblick für 2005
Erwarten wir also keine weiteren teuren Gutachten seitens der Stadt, die Gutachten begutachten.
Sehen wir auch zukünftig unsere Stadt in sachverständigen, sicheren, sparsamen und grünflächenschonenden Händen. Vertrauen wir dem Rat und der
Verwaltung.
Wir versprechen auch, nicht mehr so kritisch und von nun an bequem zu sein
und ab sofort allen Wahlaussagen zu glauben.
Was, sie schütteln ungläubig den Kopf?
Man wird zum Jahresende ja mal scherzen dürfen...
Ein hoffnungsvolles Jahr 2005 wünscht Allen die Bürgerinitiative MUT
e.V.
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