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Umgehungsstraßen - für wen? |
Leserbrief von Klaus de Leuw vom 21.09.2004
Seit Jahren fordern CDU und FDP den Bau einer „Westumgehung“ und die
Fortführung der Osttangente. Nun ist der Verkehrsentwicklungsplan (VEP)
fertig, den ich den beiden Parteien besonders zur Lektüre empfehle.
Dort steht: „Sowohl die Westumgehung als auch die Südwest-Querspange
führen im Wesentlichen zu rein lokalen Verlagerungen und haben auf die
Verkehrsverhältnisse im übrigen Straßennetz kaum Auswirkungen.“ Zudem
wird gemäß VEP eine Entlastung von Forst- und Niedenstraße nur dann
erreicht, wenn diese verkehrsberuhigende Einbauten erhalten. Diese
hatten wir schon einmal dort, dagegen sind die anliegenden
Gewerbebetriebe erfolgreich Sturm gelaufen. Folglich sind keine
Einbauten und damit auch keine Entlastung zu erwarten, der
Straßenneubau wäre also herausgeworfenes Geld.
Für die Osttangente gilt ähnliches: Nur ein massiver Rückbau der
Richrather Straße würde die Verkehrströme auf die Osttangente zwingen,
die zudem zusätzlichen Verkehr (10000 Autos täglich) in das Stadtgebiet
Hildens ziehen würde.
Können diese Straßen Ziele verantwortungsvoller Politik in Zeiten hoher
Verschuldung sein?