Die Bürgeraktion Hilden mit MUT

Die Giesenheide darf nicht bebaut werden!

(c) Luftbild des Landesvermessungsamtes NRW Bonn 2000Neben Karnap-West ist die Giesenheide die letzte größere Freifläche in Hilden. Immer mehr Bürgerinnen und Bürger wehren sich gegen die fortgesetzte Einschränkung ihres Lebensraumes. Die zusätzliche Verkehrsbelastung für Hilden ist nur schwer zu bewältigen. Auch deshalb ist die geplante Umwandlung der Giesenheide in ein Gewerbegebiet ein Thema für die ganze Stadt und nicht nur für die Menschen im Norden.

Hilden ist toll!

Hilden ist eine der dichtesten besiedelten Städte in Deutschland. Ein stetiges Bevölkerungswachstum, die wirtschaftliche Entwicklung und die verkehrsgünstige Lage haben unsere Stadt zu einem begehrten Standort gemacht. Dies war gut für Arbeitsplätze, das Steueraufkommen der Stadt und für ein gutes Angebot an städtischen Leistungen für die Bürger.

Schon gewusst?

... dass immer mehr Hildener den Stadtrat als "Kasperleverein" betrachten, den man mit seinen Entscheidungen nicht mehr ernst nehmen können.

... dass die Werbung der Rathausspitze pro Giesenheide noch immer viele Bürger die Frage stellen lässt: Wie kann ich mich an die Unterschriften-Aktion für den Freiflächen-Erhalt in Hilden beteiligen?

Unsere Stadt hat Geld genug!

Der Bürgermeister und die ihn tragende Mehrheit des Rates argumentieren immer wieder mit den zusätzlichen Gewerbesteuereinnahmen von Betrieben in der Giesenheide. Tatsache ist, dass Hilden schon heute über äußerst solide Einnahmen verfügt und relativ niedrige Steuersätze hat. Bei einer wirtschaftlichen Haushaltsführung kann die Stadt alle notwendigen und viele wünschenswerte Leistungen für die Menschen in Hilden erbringen.

Keine Entwicklungsmöglichkeiten für Hildener Firmen?

Auch dieses Argument ist kaum haltbar. In unserer Zeit treffen Firmen keine Jahrhundert-Entscheidungen mehr. Wir erleben in Hilden, dass immer wieder Betriebe aufgegeben werden. Somit gibt es auch immer wieder die Möglichkeit und die Notwendigkeit, aufgegebene Betriebsstandorte neu zu nutzen. So ist es in der Vergangenheit geschehen und auch zukünftig machbar. Aktuell passiert dieses beim ehemaligen Vaillant-Gelände an der Eichenstraße.

Und die Arbeitsplätze?

Auf diesem Sektor hat die Stadt ihre Aufgaben in der Vergangenheit bereits erledigt. Das Arbeitsplatzproblem kann nicht in den engen grenzen Hildens gelöst werden. Die umliegenden Städte sind bei weitem nicht so belastet wie Hilden. Wenn also zusätzliche Flächen zur Schaffung von Arbeitsplätzen erforderlich sind, sollte dieses in der Region geschehen, wie es die Fachleute schon seit langem fordern.

Kann Hilden noch weiter wachsen?

Aber jetzt stößt Hilden überall an seine Grenzen: Es gibt nur noch wenige freie Flächen. Die Menschen in Hilden spüren die Enge und die daraus entstehenden Belastungen. Konflikte zwischen Wohnen, Freizeit, Arbeiten und Verkehr sind kaum noch zu lösen.

(c) Luftbild des Landesvermessungsamtes NRW Bonn 2000

Die Giesenheide:
Endlich die richtigen Informationen

BA-Fraktionschef Udo Weinrich: "Die Hildener Bauwut endlich stoppen!"

Herr Weinrich, warum macht die "Bürgeraktion Hilden" beim Bürgerbegehren mit?

Weil uns der Erhalt der letzten Freiflächen in Hilden am Herzen liegt. Wir haben uns wenige Monate vor der letzten Wahl gegründet. Unsere drei Ratsmitglieder führen im Rat einen engagierten Kampf gegen eine rot-schwarz-grüne Baupolitik, die die Lebensqualität unserer Stadt letztlich zerstören wird.
Es ist richtig und wichtig, dass sich die Bürger vor Ort engagieren, weil sie diese Stadt nicht den Investoren und dem großen Geld ausliefern wollen. Mündigen Bürgern, die sich wehren, hat Bürgermeisterkandidat Scheib (SPD) "Gruppenegoismus" vorgeworfen.

War die Giesenheide schon immer als Gewerbegebiet vorgesehen?

Nein. Bis 1995 beabsichtigten SPD, CDU und Grüne, dort eine "Volksgolfanlage" zu errichten.
Danach behauptete die Verwaltung, pro Jahr würden 2,5 ha Gewerbefläche benötigt. An der Giesenheide sollen 15 ha in Gewerbefläche umgewandelt werden.
Das neue Gewerbegebiet wäre demnach in sechs Jahren "dicht". Und dann? Ran an Karnap-West oder den Stadtwald? - Übrigens: Auch die Ratsgrünen waren bis zur letzten Wahl für ein Gewerbegebiet Giesenheide.

Was passiert, wenn das Bürgerbegehren nicht zugelassen oder abgelehnt wird?

Mehr als 3000 Bürgerinnen und Bürger haben sich von dem zum Teil nachweislich falschen "Rechtsauskünften" des Bürgermeisters nicht irreführen lassen, sondern unterschrieben.
Notfalls müssen Gerichte über dieses Bürgerbegehren entscheiden.
Die Verdichtung Hildens geht weiter, und die Probleme werden größer. Die BA wird sich weiter einmischen. Und der nächste Wahltag kommt.

Ursula Probst: Es geht nicht nur um die Giesenheide!

Frau Probst, Sie führen die Bürgerinitiative MUT an, die das Bürgerbegehren gegen die Totalbebauung eingeleitet hat. Verkennen Sie wirtschaftliche Realitäten?

Nein, auf keinen Fall. Wir erleben es jeden Tag: Nahezu alle Bürger lehnen sich inzwischen gegen die extreme Verdichtung unser Stadt auf. Unter denen, die bei uns unterschreiben, sind auch viele Unternehmer und Kaufleute, die genau wie fast alle anderen Menschen in Hilden die Maßlosigkeit der städtischen Baupolitik kritisieren. Man kann sagen, dass wir einen breite Bürgerbewegung repräsentieren.

Die Giesenheide hat Ihre Initiative ausgelöst. Ist das Thema mit dem Gewerbegebiet erledigt?

Nein, ganz im Gegenteil. Die Beschäftigung unserer Mitglieder mit dem Thema Stadtentwicklung hat dazu geführt, dass wir erkannt haben, dass gedeihliche Stadtentwicklung in Hilden nicht mehr stattfindet. Vielmehr wird die Stadt zunehmend zum Spielball privater Investoren. Ohne Rücksicht auf Verluste an Lebensqualität wird in Hilden Vermögensbildung für einige Wenige betrieben, Damit muss endlich Schluss sein.

Wie geht es mit dem Bürgerbegehren weiter?

Die notwendigen Unterschriften haben wir längst zusammen. Aber unser Bürgermeister hat keine Zeit für mehr als 3000 Bürgerinnen und Bürger. Deshalb warten wir jetzt darauf, dass er Zeit findet, die Unterschriftslisten entgegenzunehmen. In der Zwischenzeit können die Bürger noch unterschreiben.

Wir werden dem Bürgermeister dann dabei helfen, einen Termin zu finden.

 

Bürgeraktion Hilden - Wer ist das und was will sie erreichen?

Hildener Bürgerinnen und Bürger haben am 6. Mai 1999 die freie Wählergemeinschaft Bürgeraktion Hilden gegründet, um der Politik in ihrer Stadt nicht mehr tatenlos zuzuschauen. Die Bürgeraktion Hilden ist keine Partei, die mit einem umfassenden Katalog von Wahlversprechen antritt. Unsere Gründung war die Folge der Erfahrungen, die viele Bürgerinnen und Bürger mit der rigorosen Bau- und Interessenpolitik der Ratsparteien gemacht haben.
Was soll anders werden? Die Politik in unserer Stadt soll nicht länger von parteipolitisch motivierten Vorentscheidungen einzelner "Drahtzieher" oder vom Ränkespiel hinter den Kulissen abhängen. Die Ratsmitglieder der Bürgeraktion Hilden sorgen für bürgernahe, transparente Politik.
Die Ratsarbeit der Bürgeraktion Hilden ist von fünf Leitideen geprägt: 1. einer nachhaltigen Stadtentwicklung zum Wohle von Mensch und Natur, 2. einer behutsamen Baupolitik, die auf qualitatives Wachstum setzt, 3. einer bürgernahen, vom Rat kontrollierten Verwaltung, 4. einer Kultur- und Bildungspolitik, die Lebensqualität und Vielfalt fördert, 5. einer Haushalts- und Finanzpolitik in sozialer Verantwortung.
Beharrlich und mit Sachkenntnis wird die Bürgeraktion Hilden erreichen, dass nicht Beziehungen die Entscheidungen des Rates gegen die Bürgerinteressen bestimmen. Wir wollen die Bürger an den Entscheidungen zur Entwicklung unserer Stadt beteiligen. In unserer Wählergemeinschaft arbeiten sowohl ehemaligen Mitglieder der CDU, der SPD und der Grünen, die sich mit Rückgrat und Mut seit Jahren für eine soziale, bürgernahe und umweltgerechte Ratspolitik einsetzen wie auch viele Bürger, die einfach nur genug von Korruption und Beziehungsgeflechten haben.
Auch Sie können bei uns mitmachen!
Mit Begriffen wie Links, Rechts, oder Mitte wird in Hilden nicht einziges Problem gelöst - Es geht um Hilden.
Wir informieren Sie über unsere politischen Ziele. Gerne schicken wir Ihnen Informationsmaterial zu.
Unser Tür steht offen. Wir entscheiden demokratisch und öffentlich. Besuchen Sie unsere Geschäftsstelle in der Südstraße 36 (Öffnungszeiten: Montags bis donnerstags von 10-12 Uhr sowie donnerstags von 18-20 Uhr)!
Telefon: 910 210 Fax: 910 213 oder email: mail@buergeraktion.de.

(Bürgeraktion Hilden, 16.01.2001)