Die Bürgeraktion Hilden mit MUT
Die Giesenheide darf nicht bebaut werden!
Neben Karnap-West ist die Giesenheide die letzte größere Freifläche
in Hilden. Immer mehr Bürgerinnen und Bürger wehren sich gegen die
fortgesetzte Einschränkung ihres Lebensraumes. Die zusätzliche
Verkehrsbelastung für Hilden ist nur schwer zu bewältigen. Auch deshalb
ist die geplante Umwandlung der Giesenheide in ein Gewerbegebiet ein Thema
für die ganze Stadt und nicht nur für die Menschen im Norden.
Hilden ist toll!
Hilden ist eine der dichtesten besiedelten Städte in Deutschland. Ein
stetiges Bevölkerungswachstum, die wirtschaftliche Entwicklung und die
verkehrsgünstige Lage haben unsere Stadt zu einem begehrten Standort
gemacht. Dies war gut für Arbeitsplätze, das Steueraufkommen der Stadt
und für ein gutes Angebot an städtischen Leistungen für die Bürger.
Schon gewusst?
... dass immer mehr Hildener den Stadtrat als
"Kasperleverein" betrachten, den man mit seinen Entscheidungen
nicht mehr ernst nehmen können.
... dass die Werbung der Rathausspitze pro Giesenheide noch immer viele
Bürger die Frage stellen lässt: Wie kann ich mich an die
Unterschriften-Aktion für den Freiflächen-Erhalt in Hilden beteiligen?
Unsere Stadt hat Geld genug!
Der Bürgermeister und die ihn tragende Mehrheit des Rates
argumentieren immer wieder mit den zusätzlichen Gewerbesteuereinnahmen
von Betrieben in der Giesenheide. Tatsache ist, dass Hilden schon heute
über äußerst solide Einnahmen verfügt und relativ niedrige
Steuersätze hat. Bei einer wirtschaftlichen Haushaltsführung kann die
Stadt alle notwendigen und viele wünschenswerte Leistungen für die
Menschen in Hilden erbringen.
Keine Entwicklungsmöglichkeiten für Hildener Firmen?
Auch dieses Argument ist kaum haltbar. In unserer Zeit treffen Firmen
keine Jahrhundert-Entscheidungen mehr. Wir erleben in Hilden, dass immer
wieder Betriebe aufgegeben werden. Somit gibt es auch immer wieder die
Möglichkeit und die Notwendigkeit, aufgegebene Betriebsstandorte neu zu
nutzen. So ist es in der Vergangenheit geschehen und auch zukünftig
machbar. Aktuell passiert dieses beim ehemaligen Vaillant-Gelände an der
Eichenstraße.
Und die Arbeitsplätze?
Auf diesem Sektor hat die Stadt ihre Aufgaben in der Vergangenheit
bereits erledigt. Das Arbeitsplatzproblem kann nicht in den engen grenzen
Hildens gelöst werden. Die umliegenden Städte sind bei weitem nicht so
belastet wie Hilden. Wenn also zusätzliche Flächen zur Schaffung von
Arbeitsplätzen erforderlich sind, sollte dieses in der Region geschehen,
wie es die Fachleute schon seit langem fordern.
Kann Hilden noch weiter wachsen?
Aber jetzt stößt Hilden überall an seine Grenzen: Es gibt nur noch
wenige freie Flächen. Die Menschen in Hilden spüren die Enge und die
daraus entstehenden Belastungen. Konflikte zwischen Wohnen, Freizeit,
Arbeiten und Verkehr sind kaum noch zu lösen.
Die Giesenheide:
Endlich die richtigen Informationen
BA-Fraktionschef Udo Weinrich: "Die Hildener Bauwut endlich
stoppen!"
Herr Weinrich, warum macht die "Bürgeraktion Hilden"
beim Bürgerbegehren mit?
Weil uns der Erhalt der letzten Freiflächen in Hilden am Herzen liegt.
Wir haben uns wenige Monate vor der letzten Wahl gegründet. Unsere drei
Ratsmitglieder führen im Rat einen engagierten Kampf gegen eine
rot-schwarz-grüne Baupolitik, die die Lebensqualität unserer Stadt
letztlich zerstören wird.
Es ist richtig und wichtig, dass sich die Bürger vor Ort engagieren, weil
sie diese Stadt nicht den Investoren und dem großen Geld ausliefern
wollen. Mündigen Bürgern, die sich wehren, hat Bürgermeisterkandidat
Scheib (SPD) "Gruppenegoismus" vorgeworfen.
War die Giesenheide schon immer als Gewerbegebiet
vorgesehen?
Nein. Bis 1995 beabsichtigten SPD, CDU und Grüne, dort eine
"Volksgolfanlage" zu errichten.
Danach behauptete die Verwaltung, pro Jahr würden 2,5 ha Gewerbefläche
benötigt. An der Giesenheide sollen 15 ha in Gewerbefläche umgewandelt
werden.
Das neue Gewerbegebiet wäre demnach in sechs Jahren "dicht".
Und dann? Ran an Karnap-West oder den Stadtwald? - Übrigens: Auch die
Ratsgrünen waren bis zur letzten Wahl für ein Gewerbegebiet Giesenheide.
Was passiert, wenn das Bürgerbegehren nicht zugelassen oder
abgelehnt wird?
Mehr als 3000 Bürgerinnen und Bürger haben sich von dem zum Teil
nachweislich falschen "Rechtsauskünften" des Bürgermeisters
nicht irreführen lassen, sondern unterschrieben.
Notfalls müssen Gerichte über dieses Bürgerbegehren entscheiden.
Die Verdichtung Hildens geht weiter, und die Probleme werden größer. Die
BA wird sich weiter einmischen. Und der nächste Wahltag kommt.
Ursula Probst: Es geht nicht nur um die Giesenheide!
Frau Probst, Sie führen die Bürgerinitiative MUT an, die das
Bürgerbegehren gegen die Totalbebauung eingeleitet hat. Verkennen Sie
wirtschaftliche Realitäten?
Nein, auf keinen Fall. Wir erleben es jeden Tag: Nahezu alle Bürger
lehnen sich inzwischen gegen die extreme Verdichtung unser Stadt auf.
Unter denen, die bei uns unterschreiben, sind auch viele Unternehmer und
Kaufleute, die genau wie fast alle anderen Menschen in Hilden die
Maßlosigkeit der städtischen Baupolitik kritisieren. Man kann sagen,
dass wir einen breite Bürgerbewegung repräsentieren.
Die Giesenheide hat Ihre Initiative ausgelöst. Ist das Thema mit
dem Gewerbegebiet erledigt?
Nein, ganz im Gegenteil. Die Beschäftigung unserer Mitglieder mit dem
Thema Stadtentwicklung hat dazu geführt, dass wir erkannt haben, dass
gedeihliche Stadtentwicklung in Hilden nicht mehr stattfindet. Vielmehr
wird die Stadt zunehmend zum Spielball privater Investoren. Ohne
Rücksicht auf Verluste an Lebensqualität wird in Hilden
Vermögensbildung für einige Wenige betrieben, Damit muss endlich Schluss
sein.
Wie geht es mit dem Bürgerbegehren weiter?
Die notwendigen Unterschriften haben wir längst zusammen. Aber unser
Bürgermeister hat keine Zeit für mehr als 3000 Bürgerinnen und Bürger.
Deshalb warten wir jetzt darauf, dass er Zeit findet, die
Unterschriftslisten entgegenzunehmen. In der Zwischenzeit können die
Bürger noch unterschreiben.
Wir werden dem Bürgermeister dann dabei helfen, einen Termin zu
finden.
Bürgeraktion Hilden - Wer ist das und was will sie erreichen?
Hildener Bürgerinnen und Bürger haben am 6. Mai 1999
die freie Wählergemeinschaft Bürgeraktion Hilden gegründet, um der
Politik in ihrer Stadt nicht mehr tatenlos zuzuschauen. Die Bürgeraktion
Hilden ist keine Partei, die mit einem umfassenden Katalog von
Wahlversprechen antritt. Unsere Gründung war die Folge der Erfahrungen,
die viele Bürgerinnen und Bürger mit der rigorosen Bau- und
Interessenpolitik der Ratsparteien gemacht haben.
Was soll anders werden? Die Politik in unserer Stadt soll nicht länger
von parteipolitisch motivierten Vorentscheidungen einzelner
"Drahtzieher" oder vom Ränkespiel hinter den Kulissen
abhängen. Die Ratsmitglieder der Bürgeraktion Hilden sorgen für
bürgernahe, transparente Politik.
Die Ratsarbeit der Bürgeraktion Hilden ist von fünf Leitideen geprägt:
1. einer nachhaltigen Stadtentwicklung zum Wohle von Mensch und Natur, 2.
einer behutsamen Baupolitik, die auf qualitatives Wachstum setzt, 3. einer
bürgernahen, vom Rat kontrollierten Verwaltung, 4. einer Kultur- und
Bildungspolitik, die Lebensqualität und Vielfalt fördert, 5. einer
Haushalts- und Finanzpolitik in sozialer Verantwortung.
Beharrlich und mit Sachkenntnis wird die Bürgeraktion Hilden erreichen,
dass nicht Beziehungen die Entscheidungen des Rates gegen die
Bürgerinteressen bestimmen. Wir wollen die Bürger an den Entscheidungen
zur Entwicklung unserer Stadt beteiligen. In unserer Wählergemeinschaft
arbeiten sowohl ehemaligen Mitglieder der CDU, der SPD und der Grünen,
die sich mit Rückgrat und Mut seit Jahren für eine soziale, bürgernahe
und umweltgerechte Ratspolitik einsetzen wie auch viele Bürger, die
einfach nur genug von Korruption und Beziehungsgeflechten haben.
Auch Sie können bei uns mitmachen!
Mit Begriffen wie Links, Rechts, oder Mitte wird in Hilden nicht einziges
Problem gelöst - Es geht um Hilden.
Wir informieren Sie über unsere politischen Ziele. Gerne schicken wir
Ihnen Informationsmaterial zu.
Unser Tür steht offen. Wir entscheiden demokratisch und öffentlich.
Besuchen Sie unsere Geschäftsstelle in der Südstraße 36
(Öffnungszeiten: Montags bis donnerstags von 10-12 Uhr sowie donnerstags
von 18-20 Uhr)!
Telefon: 910 210 Fax: 910 213 oder email: mail@buergeraktion.de.
(Bürgeraktion
Hilden, 16.01.2001)
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