Mittwoch 28.06.2017 ab 17:00 Uhr

Haupt- und Finanzausschuss u.A. mit den Themen
Anregungen nach § 24 GO zum Bebauungsplan Nr. 32B für den Bereich Beethovenstraße 35-43/Johann-Sebastian-Bach-Straße

Anregung nach § 24 GO zur Sitzungsvorlage WP 14-20 SV 61/104 „Entwicklungskonzept: Preisgünstiger Wohnraum in Hilden“ Fläche 5.5 Schalbruch / Meide / Westring

Da sind wir sehr gespannt, ob die CDU auch nach der Landtagswahl bei ihrer Meinung bleibt und die Bebauung der landwirtschaftlich genutzten Fläche ablehnt…

Hier der Link zur Tagesordnung

Ich versteh nur Bahnhof…

Viele Jahre war der „Schandfleck Bahnhof“ ein wichtiges Thema für MUT. Viele Aktionen wurden von uns durchgeführt. Dann endlich war es soweit – das Denkmal Bahnhof erstrahlte in neuem Glanz. Zufrieden mit dem Ergebnis haben wir das Thema Bahnhof zu den Akten gelegt.

Lange Zeit war auch Ruhe an der Front. Immer mal wieder die eine oder andere Störung. Aber seit 2016 wird der Bahnhof wieder zum Dauerbrenner und das hat Gründe:

Zitat RP: Problem Nr. 1: „Durch den Bahndamm der DB dringt von oben Wasser ein“, berichtet Mittmann: „Wasser und Elektrik vertragen sich nicht. Den Bahndamm abzudichten, würde richtig viel Geld kosten. Deshalb haben wir die Beleuchtung an den feuchten Stellen stillgelegt.“

Problem Nr. 2: Die Wand-Beleuchtung ist zwar chic und ausgefallen. Die gesamte Anlage ist aber nicht feuchteraum-geeignet. Sie verbraucht dazu viel Strom (für mehr als 10.000 Euro im Jahr). Und ist überdies auch noch sehr wartungsaufwendig: Wenn eine Leuchtstoffröhre ausgetauscht werden muss, muss der Glaser kommen und eine Glasscheibe demontieren.

Kaum zu glauben – jeder Heimwerker weiß, dass Strom und Wasser sich nur unter ganz besonderen Bedingungen vertragen und eine Fachfirma ignoriert das???

Sonst wird immer gerne Geld für Gutachten ausgegeben, die dann häufig in der Schublade verstauben. Hier hätte eine Begutachtung vor der Auftragsvergabe sich gelohnt und dumme und unnötige Folgekosten ersparen können…

Hier der Link zum Artikel in der RP:
Tunnel entwickelt sich zum Dauerproblem

Auch das stand in der RP:
Kümmerer für Bahnhof gesucht

Noch mehr Ärgerliches zum Bahnhof in der RP:
Licht-Installation im Tunnel ist kaputt

Hilden, eine waldreiche Stadt?!

Wenn es in Hilden darum geht, dass mal wieder eine Freifläche zugebaut wird kommt immer das Argument: „Hilden sei eine waldreiche Stadt.“  Aber was bedeutet das eigentlich genau?

Hilden wird gerne mit Düsseldorf verglichen. Da die beiden Städte eine ähnliche Siedlungsdichte aufweisen, sind hier mal die groben Zahlen für die beiden Städte.

Hilden hat laut Statistischem Jahrbuch 2013 (eine neueres gibt es nicht) eine Waldfläche von 6.357.431 m² bzw. 635,7 ha, dass entspricht 24,50 % des Stadtgebiets (dank des zweckgebundenen Vermächtnisses des Stadtwalds). Es werden im Statistischen Jahrbuch zwei Mal Erholungsflächen ausgewiesen. Einmal unter Gebäude- und Freifläche hier 146.033 m² und einmal gesondert als Erholungsfläche hier 1.452.717 m² bzw. 145 ha 5,60 % wobei Grünanlagen mit 1.154.296 m² den Großteil dieser ausmachen. Grünanlagen umfassen sowohl private als auch öffentliche Grünanlagen.

Düsseldorf hat eine Waldfläche von 2514,68 ha, das entspricht 11,57% des Stadtgebiets. Erholungsfläche ist mit 112,01 ha  0,52 % und Freifläche  293,58 ha 1,35% der Stadtfläche, sowie Grünanlage von 1 331,30 ha 6,12%  ausgewiesen.

Über die Vergleichbarkeit lässt sich streiten, da die beiden Städte ihre Flächen unterschiedlich deklarieren, aber es geht mir nur um einen groben Vergleich der beiden Städte.

Schaut man sich jedoch die Zahlen an kann man sagen, dass Hilden prozentual mehr Wald als Düsseldorf hat.

Allerdings hat Düsseldorf in absoluten Zahlen fast eine viermal so große Waldfläche wie Hilden. Und dabei hat Düsseldorf einen höheren Anteil an Grün-, Frei- und Erholungsflächen sowohl prozentual als auch in absoluten Zahlen.

Ein Vergleich mit den Städten des Kreises Mettmann ist leider nicht wirklich vielversprechend, da die Deklaration der verschiedenen Flächen je Stadt anders ist oder sich keine entsprechenden Zahlen finden lassen.

MUTiger Bürgerantrag im Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz

Abgebügelt wie nicht anders zu erwarten. Ja – in der Tat ist es ganz schön mutig so etwas in Hilden „anzuzetteln“.

Immerhin die Wählergemeinschaft  Allianz für Hilden hat dem in der Sitzung geänderten Antrag zugestimmt.

Hier der geänderte  Bürgerantrag

Die BA versteht den gesamten Bürgerantrag und seinen Zweck nicht.

FDP sieht im Antrag ein Bürokratiemonster und kann ihn nicht nachvollziehen. Eine Vergleichbarkeit von Hilden mit anderen Städten sei nicht gegeben.

Die SPD legt so kurz vor Landtags- und Bundestagswahl ganz besonderen Wert darauf dem „S“ aus dem Parteikürzel nach langer Zeit plötzlich und unerwartet wieder gerecht zu werden. Nichts ist derzeit wichtiger als „sozial“ – da ist die Forderung nach preisgünstigem Wohnraum auch reserviert und wehe dem, der die Hürden dafür erhöhen will.

Immerhin haben wir von der SPD etwas gelernt:

Hilden ist nicht die dichtest besiedelte kreisangehörige Stadt in ganz Deutschland – aber Platz 32 stimmt auch nicht! Wir werden dies in den nächsten Tagen nachbearbeiten.

B90/Grüne betont, dass Grünflächen für sie wichtig seien, aber trotzdem Wohnraum geschaffen werden muss…

CDU zieht sich geschickt aus der Affäre und vermeidet eine öffentliche Äußerung.

Bebauung im Bereich Beethovenstr./Zelterstr./Johann-Sebastian-Bach-Str.

Dem Nahversorgungszentrum im Bereich Beethovenstr./Zelterstr./Johann-Sebastian-Bach-Str. steht, wenn sich Grundstückseigner und Investor einigen, eine radikale Veränderung bevor.

Der gültige Bebauungsplan Nr. 32 B sieht vor, dass die derzeit 1 geschossigen Gebäude durch bis zu 4 geschossige Gebäude ersetzt werden.

Der derzeitige Bebauungsplan wurde im Jahr 2015 einstimmig von allen im Rat vertretenen Parteien beschlossen.

Jetzt, da betroffene Bewohner und Gewerbetreibende protestieren, hat sich die SPD entschlossen, einen Antrag auf Veränderungssperre zu stellen. Die Verwaltung empfahl in ihrer Stellungnahme ein ablehnen des Antrags. Am 5.04.2017 wurde der Antrag im Stadtentwicklungsausschuss abgelehnt.

Im Jahr 2015 wurde, als der Bebauungsplan geändert wurde, ein Bürgerinformationsabend abgehalten, um über die Veränderungen zu informieren. Trotzdem fühlen sich heute die Bürger von der Politik im Stich gelassen.